Umgang mit offenem Feuer im Freien

Der Umgang mit offenem Feuer in der freien Natur bringt viele Gefahren mit sich. 
Um Kosten und Ärger zu vermeiden müssen daher einige grundlegende Regeln beachtet werden

Wie ist ein "offenes Feuer" definiert?

  • Lagerfeuer, Feuer zum Grillen, Feuer in Feuerschalen
  • Verbrennen von Holzabfällen
  • Traditions- oder Brauchtumsfeuer

Wann benötige ich eine Erlaubnis der Gemeinde?

  • Keine Erlaubnis benötigt man für Lagerfeuer, Grillfeuer und Fackeln, die ausschließlich auf Privatgelände oder auf dafür durch die Gemeinde ausgewiesenen Grill- und Feuerstätten (Besondere Auflagen beachten!) betrieben werden, wenn nach Art. 17 Abs. 1 BayWaldG, §4 Abs. 1 und 2 VVB
    • mindestens 100 Meter von einem Wald und von leicht entzündbaren Stoffen liegen
    • mindestens 5 Meter von Gebäuden und Gebäudeteilen aus brennbaren Stoffen und von sonstigen brennbaren Stoffen liegen
    • Abweichende Abstände für Grillgeräte, Feuerschalen u.ä. in den Herstellerangaben sind möglich (§4 Abs. 1 Satz 3 VVB)
  • Keine Erlaubnis benötigt man des Weiteren für das Verbrennen von Abfällen im Rahmen der Waldbewirtschaftung durch Waldbesitzer (Art. 17 Abs. 4 BayWaldG)
  • Anzeigepflicht besteht, wenn das Feuer im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung entzündet wird (Art 19 Abs. 1 LStVG)
  • Erlaubnispflichtig ist offenes Feuer im Freien ausserhalb der Waldbewirtschaftung, bei dem der Mindestabstand zu einem Wald nicht eingehalten wird (Art. 17 Abs 1 BayWaldG)
  • Bei geringer Entfernung zu Gebäuden und leicht entzündlichen Stoffen bedarf es einer Ausnahmegenehmigung (§25 VVB)

Vom 1. März bis 31. Oktober besteht im Wald grundsätzlich Rauchverbot (Art. 17 Abs. 3 BayWald)

Das Entzünden von Himmelslaternen ist verboten

Was sollten sie grundsätzlich bei offenem Feuer im Freien beachten?

  • Es darf keine Gefahr für die unmittelbare Umgebung ausgehen (§3 Abs. 1 Satz 1 VVB)
  • Waldbrandgefahrenindex prüfen (DWD)
  • Die Lebensgrundlage wildlebender Tiere und Pflanzen darf nich beeinträchtigt werden
  • Als Brennmaterial ist ausschließlich naturbelassenes Holz, Holzabfälle oder Holzkohle erlaubt
  • Altpapier, Katronagen, Altreifen, Kunststoffe, Altöle sowie sonstige Abfälle dürfen nicht verbrannt werden
  • Bei starkem Wind kein Feuer entzünden bzw. Feuer löschen
  • Das Feuer ist ständig unter Aufsicht zu halten
  • Löschmittel bereit stellen
  • Beim Verlassen muss das Feuer und die Glut vollständig erloschen sein