Da brennt der Baum

12. Januar 2020
Vielen Dank für Ihr Kommen.

Nach monatelanger Planung fiel gestern nun der Startschuss zum Auftakt in die 150-Jahr Feier der Feuerwehr Geisenfeld.

Bereits um 9 Uhr begann der Tag für die Kameraden der Feuerwehr mit dem Aufbau der Hütten, sowie der Stockbahn.

Um kurz vor 16 Uhr kamen dann die ersten Interessenten und pünktlich folgte auch der Auftakt mit der Ansprache durch unseren Vorstand Jürgen Staudt, sowie der Begrüßung durch den Sprecher und Trainer vom Info-Mobil für Handfeuerlöscher des Landesfeuerwehrverbandes Bayern Thomas Walther. Nach einer kurzen Begrüßung folge schon die erste Frage in die Runde der Zuschauer, wie viele Nadeln denn so ein normaler Christbaum hat. Es folgte die verblüffende Antwort - bis zu 400.000 einzelne Nadeln kann eine normale Tanne tragen.

Nun war es aber so weit, es folgte der erste Christbaum. Hier folgte noch eine Schätzfrage. Wie lange braucht so ein trockener Baum, bis er komplett in Flammen steht, in Vollbrand? Die Antwort ca. 25 Sekunden. Und das hat der erste Baum auch gleich bewiesen. Kaum Angezündet und schon schoss eine Flamme in die Höhe.

Im Anschluss folgten in regelmäßigen Abständen erneute Vorführungen, wie schnell so ein Baum doch brennen kann. Zwischenzeitlich durften aber auch die Besucher selbst Hand anlegen. Unter dem Motto Brandschutzaufklärung wurden natürlich auch Feuerlöscher getestet. Diese waren mit Wasser und Druckluft gefüllt und zeigten schon nach kurzen Sprühstößen eine hervorragende Wirkung und leisteten bei einem brennenden Baum großartige Hilfe. Thomas Walther erklärte auch die Verwendung von Handelsüblichen Pulverlöschern, welche jedermann daheim hat. Nach dem Betätigen der Sprüheinrichtung löscht das Pulver zwar den Brand, doch es folgt ein dichter Pulvernebel, sowie ein mit Pulver überzogenes Wohnzimmer, welches man trotz gründlichstem Putzen nicht von den Pulverrückständen reinigen kann. Auch wies er auf die leeren Werbeversprechen von Löschsprays hin, welche bei einem realen Brand nichts nützen.

Als Highlight folge um 18 Uhr nun für alle Interessierten der Brand eines Wohnzimmers. Hierzu wurde durch unseren Schreiner Michael Kahner ein Wohnzimmer auf Holz nachgebaut und entsprechend mit Christbaum, Geschenken, sowie einer kleinen Sitzecke dekoriert. Hier wurde unter der Moderation von Thomas Walther ein Einsatz bei einem brennenden Wohnzimmer, ausgelöst durch brennende Kerzen auf einem Christbaum, nachgestellt. Hier war zu sehen, wie schnell die gesamt Einrichtung, wie der Teppichboden, die Möbel, sowie auch die Vorhänge in Flammen aufgehen und in einem realen Wohnzimmer die gesamte Wohnung verrauchen und auch die Hitze verteilen. Angerückt mit Blaulicht und Martinshorn kamen die Floriansjünger zum Löscheinsatz. Es folge ein Löschangriff unter Atemschutz. Ein Trupp baute die Wasserleitungen auf, ein zweiter rüstete sich mit Atemschutzgeräten und Masken aus und stand als Sicherungstrupp bereit und der dritte Trupp bekämpfte mit den angelegten Atemschutzgeräten den Brand. Wie auch bei einem echten Zimmerbrand ging der Angriffstrupp auf die Knie, da es im unteren Teil des Raumes kühler ist, als oben. Nach einem kurzen Löscheinsatz waren die Flammen gelöscht und es folgte noch das Ablöschen der Glutnester.

Im Anschluss an die Löschvorführung wurden noch die restlichen Christbäume nacheinander angezündet und zeigten auch hier, wie schnell der Baum doch brennen kann.

Während der gesamten Veranstaltung stand ein Löschfahrzeug im rückwärtigen Bereich der Veranstaltungsfläche als Sicherheitswache bereit, um im Notfall sofort eingreifen zu können. Zusätzlich waren unser Mehrzweckfahrzeug und das Hilfeleistungslöschfahrzeug vor Ort, um bei einem Einsatz außerhalb der Veranstaltungsfläche sofort ausrücken zu können.

Wir möchten uns nochmals bei allen Besuchern bedanken, welche sich die Zeit genommen haben und gekommen sind.

Zusätzlich Bedanken wir uns auch bei Michael Kahner, seinem Organisationsteam für den Tag, allen Floriansjüngern der Geisenfelder Stützpunkwehr, der Jungen Union, welche die Christbäume eingesammelt und zur Verfügung gestellt hat.

 

Link zum Videobeitrag von TV Ingolstadt.