24h Tag

Jugendgruppe verbringt 24h im Gerätehaus.

Voll motiviert und mit mächtig Vorfreude startete die Jugendgruppe am Freitag um 18 Uhr den 24h Tag.

Nach dem beziehen der Feldbetten, welche im Schulungsraum aufgebaut wurden, wurden die angehenden Floriansjünger von den Jugendwarten Josef Lehner und Tanja Weber, sowie von Kommandant Johann Rottler begrüßt.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wurde eine Gruppe mittels Hausalarm zu einem Brand in der Nähe des Klausner Weihers alarmiert. Bei eintreffen am Einsatzort wurden die Kenntnisse der jungen Kameraden gefordert. Hier musste mittels der Tragkraftspritze eine Wasserversorgung für unser Löschfahrzeug errichtet werden und der Löschangriff wurde mit zwei C-Rohren begonnen. Nach kurzer Zeit wurde die zweite Jugendgruppe nachalamiert. Sie mussten eine lange Schlauchstrecke beginnend vom Hydranten, über das Löschfahrzeug bis zum Klausner Weiher legen. Am Einsatzort wurden dann drei C-Rohre eingesetzt und die angenommenen Flammen bekämpft.

Am Abend ging es nach einem schmackhaften Gegrillten schön langsam in Richtung der Schlafplätze.

Nach einem gemeinsamen Frühstück am Morgen begann gegen 9 Uhr die Bereitschaftszeit. Tiefenrettung stand auf dem Schulungsplan.

Rainer Bortenschlagen erklärte der Jugendgruppe die Möglichkeiten bei solchen Einsatzszenarien.

Kurz nach dieser Erklärung erklang auch schon der Gong, welcher den zweiten Einsatz ankündigte. Es ging zur Firma Hierl, hier war eine bewusstlose Person in der Arbeitsgrube. Nun wurde das gerade erklärte praktisch umgesetzt. Mit der Steckleiter wurde ein Bock aufgebaut, mit diesem man sich zur verletzten Person herablassen konnte. Dem Patienten wurde eine Rettungswindel angelegt und anschließend mittels Flaschenzug nach oben gehoben. Eine weitere Rettungsmethode, welche bei zeitkritischen Einsätzen verwendet wird wurde ebenfalls geübt.

Nach dem Rückbau der Materialien bedankten wir uns bei Herrn Hierl für die Möglichkeit bei Ihm zu Üben. Zum Abschied gab es noch ein kleines Geburtstagsständchen der Jugendgruppe für Herrn Hierl.

Gerade im Gerätehaus angekommen ertönte erneut der Einsatzgong. Verkehrsunfall Fahrradfahrer unter PKW. Beide Gruppen besetzten sofort die Fahrzeuge und rückten aus. Angekommen am Einsatzort wurde die Geräteablage hergerichtet und mit dem sichern des PKWs wurde begonnen. Die Einsatzmöglichkeiten und wichtige Hinweise im Umgang mit den Hebekissen wurden durch erfahrene Kameraden weitergegeben. So wurde langsam und Schritt für Schritt erklärt worauf zu achten ist, wenn ein PKW angehoben wird. Neben dem Sichern gegen wegrollen ist beim Anheben auch das sichern mittels Unterleghölzern wichtig. Nach kurzer Zeit konnte der Fahrradfahrer gerettet werden.

Noch bevor alle Materialien wieder im Fahrzeug verstaut waren wurde eine Gruppe zu einem neuen Einsatz alarmiert, denn eine kleine Plüschmaus musste vom Vordach der Grundschule gerettet werden. Mit Hilfe der Steckleiter kletterte eine Kameradin nach oben und rettete die Maus. Pünktlich zur Mittagszeit konnte man wieder einrücken und das wohlverdiente Essen in Ruhe genießen.

Nachmittags ging es dann in die Siegelhalle im Bauhof. Hier wurden die grauen Zellen der Jugendgruppe gefordert. Jugendwart Josef Lehner hat sich ein Spiel einfallen lassen, bei dem ein Schaumrohr aus einem Fass gehoben werden musste und am Boden abgestellt werden musste. Mit sechs Saugschläuchen wurde ein Ring um die Tonne gelegt, welcher nicht betreten werden durfte. Nach einer kleinen Beratungsphase wurden die Hilfsmittel begutachtet. Es durfte nur verwendet werden, was in unseren beiden Löschfahrzeugen verstaut war. Der erste Versuch das Schaumrohr mittels eines Einreißhakens herauszuheben scheiterte. Nach einem kleinen Tipp von Jugendwart Lehner wurde der zweite Versuch gestartet. Nun wurden zwei Steckleiterteile waagerecht in zwei weitere Steckleiterteile gesteckt und somit eine Brücke geschaffen. Sofort kletterte eine Kameradin darauf und hon das Schaumrohr heraus.

Ein weiteres Spiel folgte sogleich. Ein kleiner Wettkampf zwischen den beiden Gruppen, Ein Besen musste von allen mit einem Finger berührt werden und auf dem Boden abgelegt werden. Gewonnen hat die Gruppe, welche den Besen als erstes auf dem Boden abgelegt hat, ohne dass einer den Kontakt zum Besen verlor.

Der letzte Einsatz für den Berufsfeuerwehrtag folgte kurz darauf. Luftbeobachter meldeten eine starke Rauchentwicklung. Die genaue Einsatzörtlichkeit war unklar, es musste mit Hilfe von Koordinaten der genaue Ort ermittelt werden und so kam man schnell auf die Örtlichkeit der Grüngutsammelstelle zwischen Zell und Untermettenbach. Dort angekommen stand ein kleiner Haufen von Zweigen in Brand. Es wurde sofort ein Löschangriff mit zwei C-Rohren vorgenommen und der Brand gelöscht. Nach einrücken ins Gerätehaus wurden die verwendeten Schläuche zum Waschen gebracht und die Fahrzeuge wieder bestückt.

Nun gab es zur Stärkung Kaffee und Kuchen, welcher der Kindergarte Kleiner Tiger am Vortag vorbeigebracht hatte. Dieser war mit mehreren Gruppen zu einer Besichtigung der Feuerwehrwache gekommen. Nach einer Führung durch das Gerätehaus durfte man auch mit der neuen Drehleiter fahren.

Nach der Stärkung wurden die Feldbetten wieder abgebaut und der Schulungsraum wieder aufgeräumt. Bei einer kleinen Abschlussrunde stand schon der Wunsch wieder einen Tag im Gerätehaus zu verbringen. Nun konnte Jugendwart Josef Lehner und Kommandant Johann Rottler glücklichen und erschöpften Jugendlichen die Freude vom Gesicht ablesen, wenn man auf die letzten 24 Std zurückblickt.

Der Dank geht an alle Helfer für die Unterstützung, damit dieser Tag erst möglich wurde.

Hier finden Sie die Bilder zum Artikel.