Vegetationsbrand Realausbildung
Wie schnell sich ein Feld- oder Vegetationsbrand ausbreiten kann, zeigt sich leider immer wieder. Auch in diesem Sommer kam es in unserem Einsatzgebiet bereits zu mehreren Bränden von Feldern, Grasflächen und Gebüschen. Glücklicherweise konnte dabei jedes Mal größerer Schaden verhindert werden.
Damit wir auch bei zukünftigen Einsätzen schnell und wirkungsvoll reagieren können, wurden einige Methoden zur Vegetationsbrandbekämpfung bei einer Übung praktisch erprobt. Die Übung war in vier Stationen aufgeteilt. Dabei standen verschiedene Geräte und Einsatzmöglichkeiten im Mittelpunkt:
Pump-and-Roll:
Beim sogenannten „Pump-and-Roll“-Verfahren fährt das Löschfahrzeug langsam mit laufender Pumpe und angeschlossenen Schläuchen vor. Die Einsatzkräfte können dadurch während der Fahrt gezielt Flammen und Brandstellen bekämpfen. Dieses Verfahren ermöglicht insbesondere bei größeren Flächen eine schnelle und effektive Brandbekämpfung.
Feuerpatschen, Gorgui-Tool und Löschrucksäcke:
Mit den Handwerkzeugen können kleinere Flammen direkt niedergeschlagen werden. Löschrucksäcke ermöglichen zudem eine gezielte Wasserabgabe an schwer zugänglichen Stellen. Mit dem Gorgui-Tool können bei Bedarf kleine Schneisen und Gräben angelegt werden, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Laubbläser und Motorsense:
Auch motorbetriebene Geräte können bei der Vegetationsbrandbekämpfung eingesetzt werden. Mit Laubbläsern lassen sich kleinere Flammen niederschlagen und Glutnester gezielt bearbeiten. Die Motorsense kann eingesetzt werden, um Bewuchs zu entfernen und dadurch die weitere Ausbreitung eines Feuers zu erschweren oder Zugangswege zu schaffen.
UTV mit Wasserbehälter und Hochdrucklöschern:
Unser UTV ist mit einem Wasserbehälter sowie zwei Hochdrucklöschern ausgestattet. Damit können auch Brandstellen bekämpft werden, die für unsere Löschfahrzeuge nicht direkt erreichbar sind. So lässt sich bereits mit der Brandbekämpfung beginnen, während parallel gegebenenfalls eine längere Schlauchleitung aufgebaut wird.
Die Übung bot eine gute Gelegenheit, die verschiedenen Einsatzmittel unter realistischen Bedingungen kennenzulernen und deren praktische Anwendung zu trainieren. Gerade bei Vegetationsbränden ist ein schnelles Vorgehen entscheidend, um eine weitere Ausbreitung des Feuers möglichst früh zu verhindern. Wir bedanken uns bei Herrn Königer für die Übungsmöglichkeit und das anschließende Umackern des Stoppelfeldes.