Geschichte

Gründung

Die Freiwillige Feuerwehr Geisenfeld wurde am 6. Januar 1870 gegründet, nachdem der bayerische König, Prinzregent Luitpold, zur Schaffung von Feuerwehrvereinen aufgerufen hatte. Zuvor wurde die Brandbekämpfung von den Zünften und dem Bürgermilitär durchgeführt.
Zum Gründungszeitpunkt hatte die Wehr 90 aktive und 20 ausserordentliche Mitglieder.

Die Führungskräfte bei der Gründung waren:

Vorstandschaft Anton Fuchsbüchler Vorstand
  Anton Fries Commandant
  Erasmus Ehrl Adjudant
  Emeran Piehler Cassier
  Xaver Warnberger Spritzenmeister
  Ludwig Mussinano Requisitenmeister
Steiger Josef Vogger Zugführer
  Valentin Kreis Rottenführer
  Xaver Schweiger Rottenführer II
  Ludwig Reißner Rottenführer III
Spritzenrotte Karl Stoeber Zugführer
  Alois Geistbeck Rottenführer I
  Xaver Bader Rottenführer II
Signalisten Johann Bauer  
  Sebastian Gsellmeier  
  Andreas Lindner  
Ordnungsdienst Alois Seitz Zugführer
  Anton Stoeber Rottenführer

 

Fahrzeuge

Als zweite Feuerwehr im Landkreis Pfaffenhofen bekam Geisenfeld 1926 eine Autospritze, die bis zum Kriegsende wertvolle Dienste leistete. Nach dem Krieg wurde der Feuerwehr ein Flughafenlöschfahrzeug zugeteilt, das in dem 60er Jahren von einem neuen TLF8 und einem neuen LF8-TS abgelöst wurde. Anschließend wurde eine DL24 beschafft, die jedoch, wie auch die anderen Fahrzeuge, heute nicht mehr im Besitz der Feuerwehr ist.
Zur Zeit verfügt die Feuerwehr Geisenfeld über sieben Einsatzfahrzeuge. Mehr dazu in der Rubrik "Fahrzeuge".

 

Die erste Autospritze


Als zweite Feuerwehr des heutigen Landkreises Pfaffenhofen erhielt Geisenfeld im August 1926 eine vom Bezirksamt angeschaffte Autospritze.
Während des 2. Weltkrieges wurden mit dem Fahrzeug auch Einsätze in Augsburg und München gefahren, als die Großstädte im Bombenhagel der Alliierten niederbrannten.
Aktive die an den Einsätzen in München waren: Gustav Käser, Alto Rößler, Matthias Glas, Michael Hollweck, Anton Robin, Sebastian Königer, Martin Wallner, Johann Kölbl, Georg Kappelmeier und Fritz Winter.

 

Unterbringung

1870 wurde die Feuerwehr zuerst im Erdgeschoß des alten Rathauses untergebracht. 1966 erbaute die Gemeinde neben dem Rathaus ein eigenes Gerätehaus, dass jedoch schnell zu klein wurde und so folgte 1988 ein Gerätehausneubau in der Nöttinger Straße, der bis heute genutzt wird. Mehr dazu in der Rubrik "Gerätehaus".

 

Alamierung

Zur Alarmierung der Spritzenmannschaft dienten anfangs die Kirchen- und Rathausglocken. Hinzu kamen die Signalisten (Trompeter) der Feuerwehr. Ab 1927 wurden, auf den ganzen Ort verteilt, 9 sogenannte Starktonglocken in den Häusern von wichtigen Feuerwehrmitgliedern installiert.
1940 wurde die erste Sirene auf dem Dach des alten Rathauses montiert.

Heutzutage werden die Ortsteile noch mit Sirenen alamiert. Die Stützpunktwehr verfügt, jedoch über eine stille Alamierung. Dies erfolgt über Funkmeldeempfänger, sogenannte "Piepser".

 

Liste der Vorstände, Kommandanten und Adjutanten (Stellv. Kommandanten):

Zeitraum ab
Vorstand
Kommandant
Adjutant
Januar 1870
Anton Fuchsbüchler
Anton Fries
Friedrich Afril
Februar 1875
Anton Fuchsbüchler
Karl Stoeber
Ludwig Mussinano
Dezember 1876
Anton Fuchsbüchler
Anton Fries
Karl Stoeber
Dezember 1878
Anton Fuchsbüchler
Ludwig Mussinano
Jakob Fuchsbüchler
Dezember 1880
Anton Fuchsbüchler
Jakob Fuchsbüchler
Karl Stoeber
Januar 1888
Jakob Fuchsbüchler
Jakob Fuchsbüchler
Karl Stoeber
Januar 1895
Jakob Fuchsbüchler
Jakob Fuchsbüchler
Karl Stoeber
Juni 1902
 
Karl Stoeber
Johann Bauer
Januar 1904
 
Karl Stoeber
Max Vogl
Januar 1907
Josef Münch
Josef Münch
Josef Zenz
Januar 1912
Johann Bauer
Xaver Lindermeier
Josef Zenz
Mai 1918
Johann Bauer
Xaver Lindermeier
Josef Zenz
März 1919
Johann Bauer
Xaver Lindermeier
Josef Zenz
Januar 1925
Johann Bauer
Alois Pollinger
Karl Stoeber
März 1931
Alois Pollinger
Johann Steinberger
Karl Stoeber
Januar 1934
Alois Pollinger
Fritz Terofal
Josef Lehner
Januar 1934
 
Führer Motorspritzenabteilung: Gustav Käser
 
1945
 
August Prechter
Gustav Käser
April 1950
Peter Appel
Gustav Käser
August Prechter
April 1954
Peter Appel
Hans Steinberger
Gustav Käser
Juli 1956
August Prechter
Thomas Liebl
Anton Robin
März 1972
August Prechter
Thomas Liebl
Hans Rottler
April 1975
August Prechter
Ludwig Rößler
Hans Rottler
April 1977
Josef Lehner
Ludwig Rößler
Otto Röttinger
Mai 1979
Josef Lehner
Ludwig Rößler
Hans Schlesiger
Juni 1988
Ludwig Rößler
Hans Schlesiger
Laurentius Sirl
März 1991
Ludwig Rößler
Laurentius Sirl
Johann Rottler
März 1997
Hans Schlesiger
Laurentius Sirl
Johann Rotter
März 2001
Hans Schlesiger
Johann Rottler
Albert Steinbichler
März 2003
Christian Alter
Johann Rottler
Albert Steinbichler
Februar 2009
Jürgen Staudt
Johann Rottler
Albert Steinbichler
Februar 2011
Jürgen Staudt
Johann Rottler
Robert Weber
 Februar 2017 Jürgen Staudt Johann Rottler  Robert Schaller